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Touchpoint Talks Karlsruhe: Wie Daten und digitale Touchpoints den Handel verändern
Der Handel steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Kunden erwarten heute nahtlose Einkaufserlebnisse, personalisierte Ansprache sowie eine intelligente Verknüpfung von digitalen und physischen Touchpoints. Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Kundendaten sinnvoll zu nutzen und daraus konkrete Maßnahmen für Marketing, Vertrieb und Kundenbindung abzuleiten.
Genau diese Fragestellungen standen im Mittelpunkt der diesjährigen Touchpoint Talks „Retail meets Data“ in Karlsruhe, die wir gemeinsam mit unserer Schwesterfirma eyefactive veranstaltet haben. Unter der Leitfrage „Wie verändern Daten und digitale Touchpoints den Handel?“ kamen Experten, Kunden und Partner zusammen, um über aktuelle Entwicklungen, innovative Technologien und praxisnahe Lösungen zu diskutieren. Im Fokus: konkrete Anwendungsfälle aus Retail, Unified Commerce und Store-Umfeldern und Austausch rund um Interactive Signage sowie Daten + Analytics.
Digitale Erlebnisse zum Anfassen
Der Beginn des Events war geprägt von einem lockeren Ankommen, offenem Austausch und unserer interaktiven Erlebnisfläche mit Discovery Tables, virtuellen Regalen, Self-Service-Kiosken und einer transparenten Touchbox. Hier konnten die Besucher die neusten Technologien und Kundenprojekte wie Edeka, MyMarini oder Zwilling live anschauen und direkt ausprobieren.
Besonderes Interesse weckte die Möglichkeit, digitale Schaufenster per Smartphone interaktiv zu steuern – inklusive Gamification und messbarem Nutzerverhalten. Die Lösung zeigt beispielhaft, wie sich die Grenzen zwischen stationärem Handel und digitalen Kanälen zunehmend auflösen und neue Formen der Kundeninteraktion entstehen.
Aus Interaktionen zu wertvollen Erkenntnissen und Maßnahmen
Neben der Explorer Area bot das Event mit abwechslungsreichen Vorträgen Raum für viel Inspiration und Impulse.
Den Auftakt machten Natascha Mahn (Key-Work) und Johannes Ryks (eyefactive) mit einer Vorstellung des TouchLytics Loops. Anhand konkreter Beispiele zeigten sie, wie aus zunächst anonymen Interaktionen am Point of Sale schrittweise verwertbare deanonyimisierte Daten, Erkenntnisse und schließlich personalisierte Maßnahmen entstehen. Der Ansatz verdeutlichte, wie Interaktionen am PoS messbar sind und mit den entstehenden Daten wertvolle Marketing- und Vertriebsmaßnahmen möglich sind.
Wie der Handel der Zukunft aussehen kann, zeigte David Holzwarth von Shop-IQ in seinem Vortrag über smarte und personallose Store-Konzepte. Er gab spannende Einblicke und Praxisbeispiele, wie autonome Stores bereits heute schon funktionieren, welche technologischen Voraussetzungen notwendig sind und welche Entwicklungen in den kommenden Jahren zu erwarten sind. Deutlich wurde dabei: Automatisierung und Digitalisierung sind längst keine Zukunftsvision mehr, sondern bereits heute Teil vieler moderner Handelskonzepte.
Einen weiteren Blick in die Zukunft des Handels lieferte Manuel Pilz von umdasch The Store Makers mit seinem Vortrag „Operational Excellence in Convenience Stores“. Er zeigte auf, wie Stores durch die Kombination aus KI, Monitoring, Analyse und Automatisierung ihre operativen Prozesse optimieren können. Ziel ist es, Abläufe effizienter zu gestalten, Ausfälle zu reduzieren und dabei gleichzeitig die Qualität des Einkaufserlebnisses zu verbessern. Daten sind längst nicht mehr nur für Marketingzwecke wichtig, sondern spielen zunehmend eine zentrale Rolle für die Steuerung und Optimierung von Filialprozessen.
Zum Abschluss gaben Meike Reinhard und Herbert Hohn von Inxmail spannende Einblicke in die Welt der personalisierten Kundenkommunikation. Anhand konkreter Beispiele erläuterten sie, wie Unternehmen Daten aus unterschiedlichen Touchpoints nutzen können, um automatisierte E-Mail-Strecken entlang der Customer Journey aufzubauen. Durch die Verknüpfung von Daten und Kanälen entstehen relevante Inhalte zum richtigen Zeitpunkt – ein wichtiger Erfolgsfaktor für nachhaltige Kundenbeziehungen und relevante Kommunikation.
Handel wird datengetrieben und vernetzt
Bei leckerem Fingerfood, kühlen Getränken und Networking ließen wir das Event ausklingen. Dabei bot sich viel Gelegenheit für den persönlichen Austausch mit unseren Experten, Speakern und Partnern.
Die Touchpoint Talks haben eindrucksvoll gezeigt, dass der Handel von morgen weit über klassische Verkaufsflächen hinausgeht. Digitale Touchpoints, intelligente Analysen und datenbasierte Entscheidungen schaffen neue Möglichkeiten, Kunden besser zu verstehen und Erlebnisse gezielt zu gestalten. Dabei wurde eines besonders deutlich: Technologie allein reicht nicht aus. Erst das Zusammenspiel von Daten, Prozessen und kundenzentrierten Konzepten schafft die Grundlage für nachhaltigen Erfolg im Handel.
Wir bedanken uns bei allen Gästen, Speakern und dem Organisationsteam für einen inspirierenden und interaktiven Nachmittag. Ein besonderer Dank gilt Fabian Müller für die souveräne Moderation sowie JamitLabs für die Bereitstellung der Räumlichkeiten in der Hoepfner Burg.
Touchpoint Talks gehen in Hamburg die nächste Runde
Wer die Veranstaltung in Karlsruhe verpasst hat, erhält am 7. Oktober in Hamburg die nächste Gelegenheit, spannende Einblicke in die Zukunft von Retail, Daten sowie digitale Touchpoints zu gewinnen.