Was wir teilen wollen.

Trends und Infos aus der Key-Work Welt.

Veröffentlicht 21. Februar 2020
Beitrag teilen

6 starke Ideen für triggerbasierte Marketing-Kampagnen

In einer Welt der übervollen E-Mail-Postfächer, nimmt sich kaum jemand mehr die Zeit, in der Flut an Mails die für ihn relevanten Informationen mühsam herauszusuchen. Wahrscheinlich geht es auch ihrem Kunden so. Geben Sie ihm also schnell erkennbar genau die Informationen, die für ihn relevant sind, seine Neugierde wecken und Ihre Mails öffnen lassen. Heute haben wir sechs Ideen für Sie, wie Sie Ihren Kunden – datenbasiert getriggert und automatisiert – mit relevanten Mails begeistern können.

Kampagnen, die überzeugen

Ohne großen manuellen Aufwand lassen sich folgende Trigger-Kampagnen umsetzen:

Die Willkommenskampagne

Trigger: Anmeldung, Registrierung, erster Einkauf

Ob Anmeldung zum Newsletter, Registrierung auf der Webseite oder der erste Einkauf im Webshop – nutzen Sie diese Trigger, um Ihren Kunden persönlich willkommen zu heißen. Doch ein schnödes „Herzlich willkommen“ in dieser Kampagne ist zu kurz gedacht: Reichern Sie die Begrüßung Ihres Kunden kreativ an, nutzen Sie mehrstufige Mailings, einen Willkommens-Gutschein oder den Hinweis auf eine Aktion und bieten Sie ihm so einen Mehrwert. Das lädt ein, sich weiter mit Ihren Produkten und Ihrer Marke auseinanderzusetzen.

Aus der Key-Work-Praxis: Beispiel für eine Willkommensstrecke

Das Willkommens-Mailing eines unserer Kunden ist auf die Eigenschaften und Vorlieben wiederum seines Kunden ausgerichtet: je nachdem, ob und welche Familienmitglieder sich im Rahmen des Kundenkartenprogramms registriert haben, bekommt dieser ganz unterschiedliche, individuell passende Inhalte ausgespielt. Auch der Registrierungs-Kanal wird berücksichtigt und der Content ist auf diese angepasst. Unser Kunde hat mehrere Stores, die im Konzept individuell berücksichtigt werden. In seinem Willkommens-Mailing ist der vorab ausgewählte Store, inklusive Öffnungszeiten, automatisch im Text enthalten.

Findet nach zwei vorab definierten Zeiträumen nach dem ersten Mailing kein Kauf statt, bekommt der Kunde ein weiteres Mailing mit Inspirationen und Ideen zu passenden Produkten und Kombimöglichkeiten. Die zweite Erinnerung erfolgt nur, wenn auch nach der ersten Erinnerung kein Kauf stattfindet. Die Erinnerungen werden also automatisiert, auf Basis des nicht vorhandenen „Verkauft-Triggers“, versandt. Dafür nutzen wir FastStats und PeopleStage unseres langjährigen Partners Apteco.

Die Geburtstagskampagne

Trigger: Geburtsdatum

Überraschen Sie Ihren Kunden mit einem Geburtstags-Gutschein, -Rabatt, oder einem persönlichen Geburtstagsgeschenk, das er sich in seinem Lieblings-Store abholen kann. Diese Kampagne ist ein Klassiker und Mails, die am Geburtstag versandt werden, erzielen tatsächlich eine höhere Öffnungsrate. Auch jedes andere Jubiläum funktioniert gut, beispielsweise das Eintrittsdatum in die Mitgliedschaft Ihres Kundenclubs oder das Startdatum der Kundenkarte.

Aus der Key-Work-Praxis: Zweistufiges Geburtstags-Mailing

Für einen unserer Kunden versenden wir eine zweistufige Mail-Kampagne zum Geburtstag: ca. 10-12 Tage vor dem Ereignis erhält das Geburtstagskind einen Gutschein, der verschiedene Produktoptionen zur Auswahl enthält. Kunden, die kein E-Mail-Opt-in gegeben haben, erhalten anstelle der E-Mail beispielsweise ein Printmailing oder eine Push-Nachricht über die App, die beide ebenfalls den Gutschein enthalten. Die Selektion der Kundengruppen erfolgt über FastStats, der Versand des Printmailings wird direkt über einen Partnerdienstleister abgewickelt.

Kunden, die den Gutschein bis zu ihrem großen Tag noch nicht eingelöst haben, erhalten im Rahmen eines Glückwunsch-Mailings direkt am Geburtstag eine Erinnerung. Dieses zweite Mailing hat einen drängenderen Betreff und erzielt nochmals eine höhere Öffnungsrate als das erste.

Nur 1 bis 2 % der Kunden lösen den Gutschein in der Zeit vor ihrem Geburtstag ein und bekommen keine Erinnerung. Aufgrund des zweiten Mailings liegt die letztlich erreichte Einlösungsquote des Gutscheins jedoch bei stolzen 13 %. Unsere Beobachtungen zeigen, dass Kunden an oder kurz nach ihrem Geburtstag auch ohne Gutschein generell kauffreudiger sind als davor.

Die Gutscheine sind mit einer Gültigkeitsdauer versehen. Unsere Kunden haben die Wahl, ob Gutscheine übertragbar sein sollen oder nur in Verbindung mit der zur Kundenkarte gehörenden ID eingelöst werden können.

Die Reaktivierungskampagne

Trigger: Datum der letzten Aktivität oder Abbruch des Warenkorbs

Es kommt immer wieder vor, dass Ihr Kunde einen Einkaufsvorgang nicht zu Ende führt und den Vorgang vorzeitig abbricht. Erinnern Sie Ihren Kunden an seine Auswahl und koppeln Sie die Erinnerung beispielsweise mit einem zeitlich begrenzten Rabatt und unterstützen Sie so den Kaufabschluss.

Eine Reaktivierungskampagne können Sie auch dann starten, wenn Ihr Kunde eine Weile nicht mehr aktiv war. Nutzen Sie Reminder-Mails, die vermitteln „Wir vermissen Sie …“ und denken Sie daran: Bestandskunden zu reaktivieren kann bis zu 8-mal effizienter sein als einen Neukunden zu gewinnen.

Aus der Key-Work-Praxis: Reaktivierung mittels Reminder

Für einen Kunden haben wir eine Mailing-Strecke für aktive Kundengruppen konzipiert, die über einen definierten Zeitraum keinen Kauf getätigt haben. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, Reminder-Mails anhand unterschiedlicher Kriterien zu definieren. Dazu gehören zum Beispiel Kriterien wie,

  • weniger als eine definierte Anzahl an Käufen,
  • weniger als der definierte Mindestumsatz,
  • kein Neukunde,
  • Zeitraum des letzten Kaufs,
  • etc.

Zur Reaktivierung können alternativ zur E-Mail auch Printmailings, SMS oder Push-Nachrichten über die App versandt werden.

Der Uplift einer Reaktivierungskampagne beträgt erfahrungsgemäß bis zu 4 % auf aktive Kunden und steigert den Umsatz um bis zu 3 %.

Quelle: Key-Work Consulting GmbH

Die Erinnerungskampagne

Trigger: Datum des letzten Kaufs oder des letzten aktiven Kundenkontakts

Eine Erinnerungskampagne bietet sich für Produkte an, die in bestimmten Zeitabständen nachgekauft oder geprüft werden müssen. Beispiele dafür sind Staubsaugerbeutel, Kaffeebohnen für einen Vollautomat oder TÜV und Reifenwechsel im Automobilbereich.

In Ihren Daten schlummern zusätzlich kundenindividuelle Intervalle, wie beispielsweise der in regelmäßigen Abständen stattfindende Kauf von Kleidung oder Büchern. Wenn Sie Muster für Wartungen oder Wiederkäufe entdecken, erinnern Sie Ihren Kunden und überraschen Sie ihn gleich mit einem passenden Angebot.

Aus der Key-Work-Praxis: Aktionserinnerung und klassischer Produkt-Trigger

Erinnerungskampagnen führen wir ganz unterschiedlich durch: als Aktionserinnerung oder über klassische Kauf-Trigger für ergänzende Produkte. Auslösende Ereignisse können vor, während oder nach dem Verkauf liegen – zum Beispiel bereits dann, wenn der Kunde Produkte im Webshop ansieht. Nach dem Kauf versenden wir zum Beispiel eine Mail, die den Kunden fragt, ob mit dem Produkt alles in Ordnung ist, ob etwas fehlt oder unklar ist. Kurze Zeit darauf versenden wir eine zweite Mail, die dem Kunden Inspiration zu Kombinationsmöglichkeiten und Erweiterungen liefert.

Die location-based Marketing-Kampagne

Trigger: Nähe zu einem iBeacon

Haben Sie schon daran gedacht, Ihre Stores mit der iBeacon-Technologie auszustatten? Das ist dann interessant, wenn Sie eine Kunden-App haben. Denn wenn sich Ihr Kunde in der Nähe Ihres Stores befindet, können Sie ihn mit einer Push-Nachricht – zum Beispiel mit einem zeitlich limitierten Gutschein, Produktneuheiten oder einer „Nur jetzt“-Aktion auf sich aufmerksam machen und ihn begeistern.

Aus der Key-Work-Praxis: Push-Kampagnen mit Echtzeitdaten

Als CDP-Full-Service-Provider arbeiten wir mit CDP-Anbietern zusammen, die location-based-Themen mit externen Daten, wie zum Beispiel der aktuellen Wetterlage am Standort, verknüpfen. Stellen Sie sich vor, wie erwärmend im doppelten Sinne es ist, wenn Ihr Kunde passend zum ersten Frühlingstag eine Push-Nachricht auf sein Handy bekommt, mit einer exklusiven Einladung zu einer „Enjoy the Sun Lemonade“. Alle Ideen setzen natürlich den Consent des Kunden voraus. Liegt dieser vor, sind den kreativen Möglichkeiten für überraschend passende Push-Nachrichten kaum Grenzen gesetzt.

Die „Next best offer“-Kampagne

Trigger: vorheriges Kundenverhalten, Transaktionen, Verhalten vergleichbarer Personen

Diese Kampagnen gehören zur Königsdisziplin und werden Ihren Kunden auf hohem Niveau begeistern. Angebote, beispielsweise im Newsletter, werden hier basierend auf vorherigem Verhalten, abgeschlossenen Käufen oder modellierten Verhaltensmustern, automatisch eingebaut.

Aus der Key-Work-Praxis:

Auch hier arbeiten wir für unsere Kunden hauptsächlich mit Produkt-Triggern: Nachdem ein Kauf stattgefunden hat, gibt es innerhalb eines definierten Zeitraums ein Mailing mit Zusatzprodukten und einladenden Inspirationen. Für Nicht-Käufer oder auch „Non Opener“ gibt es in der Regel nach ein paar Tagen ein weiteres Mailing. Bei langlebigeren Produkten haben wir Strecken gebaut, bei denen sogar Jahre nach dem Kauf ein Inspirations-Mailing versendet wird. Das macht dann Sinn, wenn das Produkt weiterhin erhältlich ist und inzwischen beispielsweise Erweiterungen, neues Zubehör oder ein bisher nicht vorhandenes Wartungsangebot erhältlich sind.

Diese Produkt-Trigger-Mailings werden in der Regel auf Basis des vorherigen Einkaufsverhaltens adressiert. Zusätzlich zum vorherigen Einkaufsverhalten können auch die Interessen des Kunden sowie der Hinweis auf ein aktuelles Angebot in Mails eingebunden werden.

Das potenzielle Interesse für das Angebot ermitteln wir anhand eines Scores. Dabei berücksichtigen wir verschiedene relevante Touchpoints, wie Besuche auf der Website, Klicks auf Produkte, Produkte im Warenkorb, etc. Auf Basis des Öffnungs- und Klickverhaltens vergangener ähnlicher Newsletter kann die Selektion für ein Angebotsmailing kontinuierlich verbessert werden.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Zusätzlich zu den geschilderten Beispielen aus der Key-Work-Praxis steuern wir auch die Kanäle SMS, Fax und Telefonanrufe, inklusive Auswertungen, welche Kunden am besten über welchen Kanal angesprochen werden. So können wir beispielsweise Listen von Kunden erstellen, die besonders positiv auf Anrufe reagieren.

Sie wollen mehr über triggerbasierte Kampagnen erfahren? Wir haben Inspirationen und wertvolle Tipps für Ihr datenbasiertes Marketing. Unser Plus: als verlängerte Werkbank Ihres Marketingteams kümmern wir uns nicht nur um die Konzeption, sondern auch um die Ausspielung und Analyse Ihrer Kampagnen.

Sehen Sie sich hier den Vortrag von Torsten Butz zum Thema E-Mail-Marketing an.

Ideen für Betreffzeilen, die positiv ins Auge fallen, finden Sie hier.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns auf Sie.

Erkunden Sie das Key-Work Magazin

Key-Work im Interview: Big Data, großes Buzzword, aber was steckt dahinter?

Weiterlesen

Verwandeln Sie Ihre Kunden in echte Fans – Online Webinar am 28.05.2020

Weiterlesen

Angst vor Amazon, Zalando & Co? – Kundenbeziehung ist Trumpf!

Weiterlesen
Bleiben Sie auf dem Laufenden.