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Software-Entwicklung – Nachhaltiges Projekt mit einem Mediaunternehmen

Unser Ziel ist es, Software für Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu entwickeln. Mit dieser Anforderung kam auch unser Kunde aus der Medienbranche auf uns zu: Medien und Werbekampagnen emittieren sehr viel CO2. Über deren Höhe ist man sich gar nicht bewusst. Daher sollte ein CO2-Rechner entwickelt werden, welcher den kompletten Lebenszyklus einer Werbekampagne und die entstehenden CO2-Emissionen erfasst.

Die Herausforderung: CO2-Emmissionen erfassen und gezielt angehen

Der große CO2-Verbrauch von Werbekampagnen, Net-Zero-Commitments zur schrittweisen Reduktion des CO2-Ausstoßes sowie behördliche Vorgaben üben einen großen Druck auf die Medienbranche aus. Doch wie groß sind die CO2-Emmisionen wirklich? Welche Kanäle und Maßnahmen sind betroffen? Und welche Prozessschritte sind besonders energieintensiv?

Um diese Fragen zu beantworten, existieren bereits zahlreiche CO2-Rechner, allerdings teilweise von zweifelhafter Herkunft und Methodik, die zudem nicht jeden Produktionsschritt berücksichtigen. Speziell für die Mediabranche und Werbekampagnen gibt es keine passenden Angebote.

Die Lösung: Der CO2-Rechner

Gemeinsam mit unserem Kunden haben wir auf Basis einer komplexen Methodik eines Beratungsunternehmens den CO2-Rechner entwickelt. Das Besondere daran ist, dass die Emissionen pro Kanal gemessen werden. So gibt es eine Aufgliederung z.B. nach linearem Fernsehen, Social Media, Display Ads aber auch Printmedien wie Zeitungen.

Pro Kanal können dabei spezifische Kriterien wie Anzahl der Ausspielungen, Dauer eines Videos oder die Dateigröße eingegeben werden. Pro Kampagne lassen sich beliebig viele Kanäle zusammenfassen. Dies ermöglicht sehr granulare Resultate.

Der Workflow ist denkbar einfach:

Es wird eine neue Kampagne erstellt. Da beispielsweise die Stromerzeugung und der Transport von Printmedien regional unterschiedlich energieintensiv sein können, muss das Land festgelegt werden. Nun werden blockweise die Mediakanäle individuell mit Werten befüllt. Wenn die Kampagne vollständig hinterlegt ist, erhält man den CO2-Ausstoß kumuliert sowie für die einzelnen Kanäle.

Die Ergebnisse: CO2-Rechner zur genauen Messung und Steuerung

Innerhalb weniger Monate stand das Tool zur Verfügung und konnte unternehmensweit über die verschiedenen Marken ausgerollt werden. So wurde allein im Jahr 2023 der CO2-Ausstoß von 2.800 Mediakampagnen gemessen und Maßnahmen zur schrittweisen Reduzierung und Einhaltung der Nachhaltigkeitsziele eingeleitet. Die Emissionen lassen sich, neben der Webanwendung, auch über eine API abrufen. Agenturen können somit eigene BI-Dashboards und Reports entwerfen, die sie mit den Werten des CO2-Rechners aufbereiten.

Der Nutzen: Identifikation von energieintensiven Kanälen und bessere Werbeplanung

Der CO2-Rechner ermöglicht es, besonders energieintensive Kanäle zu identifizieren. So können zum Beispiel Werbebudgets auf weniger CO2-intensive Kanäle umgeshiftet werden. Da der CO2-Ausstoß nicht nur im Nachhinein kalkuliert werden kann, sondern auch bereits in der Mediaplanung erfasst wird, ist eine energieschonende Steuerung der Kanäle, unter gleichzeitiger Einhaltung von Nachhaltigkeits- aber auch Kampagnenzielen, möglich.

Das besondere Plus: Um den CO2-Ausstoß verständlicher und greifbarer zu machen, werden die Ergebnisse des Rechners in alternative Einheiten umgerechnet. Beispielsweise lassen sich die Werte mit der Anzahl gefahrener Kilometer mit dem Auto, dem Stromverbrauch eines Durchschnittshaushalts oder der Anzahl von Ladezyklen eines Smartphones vergleichen und in Relation setzen.

Next Steps: Weiterentwicklung und Zertifizierung des CO2-Rechners

Mit Blick auf die Zukunft gibt es bereits konkrete Ansätze zur Weiterentwicklung und Optimierung des Tools. So sollen für die User weitere Funktionalitäten hinzukommen. Beispielsweise sollen sie Tipps sowie Empfehlungen erhalten, um den CO2-Ausstoß in den Mediakampagnen aktiv zu reduzieren. Außerdem wollen wir den CO2-Rechner durch Branchenstandards wie GARM oder öffentliche Institutionen wie DEKRA zertifizieren lassen.

Setzen wir gemeinsam nachhaltige Softwareprojekte um

Sie wollen auch innovative Softwareprojekte realisieren? Sie suchen einen Partner, um Ihre Softwareidee umzusetzen oder weiterzuentwickeln? Gehen wir es gemeinsam an – sprechen Sie uns an oder vereinbaren Sie einen Kennenlerntermin.

George Chitishvili, Key-Work

Ich beantworte gerne Ihre Fragen – kontaktieren Sie mich jederzeit.
George Chitishvili , george.chitishvili@key-work.de oder unter +49 721 78203-279

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